Anspruchsvoll gebettet – Hotel Suliko (Tbilisi)

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Voll bepackt und im Schneeregen erreichen wir mit dem Zug die georgische Haupstadt Tbilisi. Unser Zug hat ganze 3 Stunden Verspätung, aber das ist eine andere Geschichte. Der Weg zum Hotel Suliko führt uns auf die Altstadtseite und bei der Metrostation Rustaveli einen kurzen, aber sehr steilen Berg hinauf. Dort angekommen, werden wir sehr freundlich empfangen und erhalten nach einem kurzen Plausch unseren Zimmerschlüssel. Der Raum ist sehr stilvoll und wohnlich eingerichtet. Am Tisch mit Sessel kann man gemütlich sitzen und arbeiten. Die vielen verschiedenen Lampen liefern zudem das passende Licht für die gewünschte Stimmung. Sehr praktisch ist auch der große Schrank, den wir sofort mit all unserem Tascheninhalt füllen. Darin finden wir auch Einmalhausschuhe und Bademäntel. Im Bad gibt es Seife und Schampoo und eine geräumige Glasdusche. Alles ist sehr sauber. Unsere Klamotten sind es noch nicht, deshalb dürfen wir unsere Wäsche auf Nachfrage in der Waschmaschine reinigen.

Das Frühstück bietet reichlich Auswahl an Süßem und Herzhaftem und ist im deutschen Stil. Heißt: es gibt Brot, verschiedene Marmeladen, Wurst, Käse, Joghurt, Müsli und Pancakes. Dazu Kaffee oder Tee. Als Veganer lässt sich auf jeden Fall auch genug finden. Lecker war z.B. Müsli mit wechselnden Säften (Traube, Orange, Apfel) und Obst. Ganz besonders schmeckt übrigens der selbstgemachte Walnuss-Sirup mit ganzen grünen Walnüssen drin. Im Frühstücksraum gibt es übrigens eine tolle Bibliothek mit allerlei deutschsprachiger Reiseliteratur und Bildbänden über Georgien, die anregen das Land zu entdecken.

Suliko… was bedeutet der Name eigentlich? Wir haben bei den georgisch-deutschen Besitzern des Hauses, Georgi und Katrin, nachgefragt und uns ein bisschen über die Geschichte und Motivation unterhalten. Der Name Suliko stammt aus einer alten georgischen Weise, einer Art inoffiziellen Hymne. Der Protagonist hat hierbei seine große Liebe verloren und sieht die Seele (Suliko = Seelchen) der Verstorbenen in allerlei positiv ergreifenden Dingen wie z.B. einer schönen Rose oder einer wunderbar singenden Nachtigall. Diese wiederum ist Teil eines bestimmten traditionellen Blaudruck-Musters. Daher kommt also der Vogel im Logo, der uns wirklich sehr gut gefällt.

Was unterscheidet dieses Hotel nun von den 1.000 anderen, die es in Tbilisi noch gibt? Zunächst:  Mit nur 10 Zimmern wird hier großen Wert auf einen familiären Umgang gelegt. Als Gast fühlt man sich willkommen und sehr gut umsorgt. Des Weiteren sollen gezielt Touristen und Geschäftsleute aus dem deutschsprachigen Raum angesprochen werden. Ein Großteil des Personals spricht fließend deutsch. Dazu ist bereits der Internetauftritt in Deutsch und die Reservierungsanfrage wird per E-Mail oder Telefon gestellt. So kommt es, noch bevor man die Reise antritt, bereits zum ersten persönlichen Kontakt. Bewusst wird darauf verzichtet, das Hotel auf gängigen Hotel-Buchungsseiten anzubieten. Nach nur kürzester Zeit kannten wir hier alle beim Vornamen.

Die Umgebung ist perfekt für Erkundungen in der Altstadt und ein Abendessen im netten Restaurant um die Ecke. Gleich am ersten Abend haben wir nur 5 min entfernt eines entdeckt, das günstige und leckere und viele vegetarische und auch vegane Speisen anbietet. Bis in die Altstadt läuft man etwa 10-15 min, von der Rustaveli Metrostation gelangt man mit der Bahn im Nu zum Bahnhof.

Georgi, Katrin und Michael haben nebem dem Hotel Suliko noch eine recht erfolgreiche Reiseagentur mit dem deutschsprachigen Webauftritt www.georgia-insight.eu. Die Seite informiert ausführlich über das Land und seine Bewohner und bietet kulturell anspruchsvolle deutschsprachige Expeditionen, Ausflüge oder gar mehrtägige Reisen an.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für die wirklich sehr schöne Zeit im Hotel Suliko bedanken.

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